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– März 2009 –

Wer etwas bei Amazon.de bestellen will, würde mir einen großen Gefallen tun, wenn er vorher bitte mal kurz auf dieses Logo klickt :)

 

 

 

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Sonntag, 1. März 2009

Gestern kam wieder »Wetten dass..?«, diesmal ganz ohne eklige Tierexkremente zur besten Sendezeit. Dafür war Boris Becker da.

Über den zurecht täglich berichtet wird, weil er zu unser aller Frommen in seinem Dasein schon einige Leistungen vollbracht hat für die Welt, zum Beispiel vor 20 Jahren eine Menge Filzbällchen über grobmaschige Netze zu dreschen.

Bei der Ankündigung, er komme mit seiner Freundin in die Sendung, dachte ich schon, das sei die erste Wette des Abends. Aber nein, der mündige GEZ-Zahler musste für teuer Geld erfahren, dass des Bobbele heiraten geht mit seiner Ex-Ex. Das ist mal ein Wetteinsatz!

 

 

Und nun: das Wetter! Draußen hat’s grad 15 Grad – die Jahreszeiten scheinen sich wieder kalibriert zu haben, Winter ist, wenn Winter ist, und Frühling ist ab heute, verrät mir das Kribbeln in Aug und Nase. Warten wir mal ab, was der Sommer dazu sagen wird.

 

 

Montag, 2. März 2009

Mein Krankenstand beträgt immer noch 100 Prozent. Ortho und Physio suchen weiterhin nach der ursächlichen Ursache, beziehungsweise: Sie stochern im Nebel.

 

Strukturell sei alles O.K., nur funktionell läge eine Störung vor. Ach was? (Nebenher kassiere ich lauter Komplimente für mein Röntgenbild. Schon mehrere Betrachter sagten unaufgefordert: »Das ist aber ein schönes Knie!« Dankeschön!)

 

Die aktuellen Mutmaßungen gehen weiter in Richtung Verspannung der Muskulatur und Sehnen sowie – jetzt neu im Angebot! – in Richtung Spätfolge eines Infektes. Mal ein paar Zeilen zurückklicken … und tatsächlich, Anfang Januar, da lag ich doch malad im Bette. Wenn dem also wirklich so sei, werden die Beschwerden irgendwann plötzlich weg sein und keiner wird sie vermissen. Heile, heile Gänsje, es is bald widder gut; es Kätzje hat e Schwänzje, es is bald widder gut; heile, heile Mausespeck – in hunnerd Jahrn is alles weg!

 

 

Dienstag, 3. März 2009

Der Orthopäde hatte mich gestern mal wieder mit Schmackes eingerenkt, so dass es kräftig knirschte im Gebälk. Dazu hatte er bemerkt, dass Krankengymnasten dies nicht dürften. Die Krankengymnastik fragte später, das sei auch nicht nötig gewesen. Meine eine Hausärztin fragte heute, wieso ich überhaupt KG bekäme … Wie schön, wenn ein jeder seine eigene Meinung hat und haben darf; das sind die Errungenschaften der pluralistischen Gesellschaft.

 

 

Meine Leibärztin will nun den Schmerzen im Knie chemisch zu Leibe rücken, bevor sich mein Körper allzu sehr an sie gewöhnt und ihnen den Speicher wohnlich ausbaut. Also nehme ich nun täglich eine Tablette Diclofenac 150 mg, ein »nicht-steroidales Antiphlogistikum/Analgetikum«. Das muss ein rechtes Höllenzeug sein, denn der Beipackzettel ist meterlang und parallel dazu soll ich einen »selektiven Protonenpumpen-Hemmer« namens Omeprazol 20 mg in Form von »magensaftresistenten Hartkapseln« nehmen. Auch hier ist die Liste der Nebenwirkungen so lang, dass ich sie sicherheitshalber nicht lese.

Medis

 

Mittwoch, 4. März 2009

Anteilnahme hin oder her, so langsam nervt’s: Jeder, der mir sonst beim hastig Vorbeieilen nur halbherzig die Tageszeit ansagt, verlangt plötzlich Auskunft über das Wie und Warum meines Hinkebeins. Leute lest Internet, hier steht doch alles! Hinterrücks gestellte Fragen werden fortan nur noch unwirsch mit »Aua unbekannter Genese« oder »akuter Hüftschnupfen« beantwortet.

 

Vielleicht sollte ich mir eine schmissige Legende paratlegen. Nonchalant zu behaupten, es handele sich um eine schnöde Sportverletzung, ist jedoch zwecklos: Sportverletzung – das glaubt mir kein Mensch!

 

Eher schon, dass ich beim Dirty Dancing mein Baby zu heftig in die Höhe gehoben hätte. Oder dass ich unter die rasselnden Raupen eines Panzers geraten wäre oder die Eier von einem Watussi abgebissen bekommen hätte …

 

Die Wahrheit will doch keiner wissen. Nach neuestem Erkenntnisstand besteht diese nämlich mutmaßlich aus einer »idiopathischen Iliosakralgelenk-Blockade unter Beteiligung des Musculus semitendinosus«, das ist bei Schlachttieren übrigens ein Teil der Unterschale … Zufrieden jetzt? Diesen Befund lernt die ganze Klasse zu morgen auswendig!

 

 

Donnerstag, 5. März 2009

Hefte raus, Klassenarbeit! Ilio-was?

 

 

Die Drogen wirken! Der Schmerz hat deutlich nachgelassen. Auch wenn ich noch etwas eierig gehe und der gestern neu gestartete Computerkurs wohl etwas zu viel des Guten gewesen ist. (Als kümmernder Dozent stehe ich die wenigste Zeit vorne und halte schlaue Reden, sondern eile von Teilnehmer zu Teilnehmer und führe ihnen das Händchen, wenn die Maus mal wieder nicht so will, wie sie soll.) Von den befürchteten Nebenwirkungen meiner Medis kann ich nichts spüren; die grassierende Schlaffheit kann auch bloß schon erste Frühjahrsmüdigkeit sein. Soweit also schon mal ganz gut.

 

Von der Ärztin kam dennoch eine schlechte Nachricht: Sie und ihre Kollegin hören zum 1. April auf! Das ist schade, gibt mir aber die Gelegenheit zu einem Neuanfang. Aus alter Verbundenheit war ich der Praxis in AC-Burtscheid auch noch treu geblieben, als ich längst nicht mehr da wohnte, auch wenn dort hinzukommen eine halbstündige Reise durch Aachen war, die ich mit fiebrigen Gliedern stets ungern antrat. Falls also jemand einen fähigen Allgemeinmediziner in Aachen-Mitte empfehlen kann, bitte ich um Anzeige. Am besten ist dieser noch recht jung, auf dass er mir möglichst lange erhalten bleibe.

 

 

Arte wiederholt zur Zeit »Fackeln im Sturm«. Datt kenne ma doch, datt Dingen! Zur Erinnerung: Es geht in dieser Seifenoper in historischer Kulisse um zwei Freunde – einer ist Südstaatler, der andere Nordstaatler – samt deren Familien, die sich während des amerikanischen Bürgerkriegs in feindlichen Lagern gegenüberstehen müssen.

 

Bei der Erstausstrahlung Mitte der Achtziger hatte ich die meisten Sachen nicht recht mitbekommen und konnte das Ganze geschichtlich nicht gescheit einordnen. Heutigentags, als allwissende Müllhalde und kurz vor der Zwangsmitgliedschaft bei MENSA, sieht das natürlich anders aus. (Beweis: Ich habe eben erstmalig das Stern-Kreuzweise-Rätsel komplett gelöst.)

 

Schade ist, dass man die Serie damals lausig synchronisiert hat: Man sieht förmlich, wie die Sprecher lustlos im kargen Studio am Resopalpult über dem Mikro hängen und der Geräuschemacher wie wild mit seinen scheppernden Utensilien herumfuhrwerkt.

 

Sehr verbunden fühle ich mich mit dem – stets perfekt geföhnten – Protagonisten Orry Maine, der ja auch sein linkes Bein nachzieht. (Ihn erinnert diese Blessur allerdings an den hitzigen mexikanisch-amerikanischen Krieg von 1846 bis 1848, mich hingegen lediglich an einen Spaziergang im kalten Januar 2009.)

Und natürlich weil es dessen Darsteller Patrick Swayze im Moment gar nicht gut geht, und das ist jetzt ausnahmsweise mal kein Flachs. (Sein späterer, stilbildender Film »Dirty Dancing«, siehe oben, war der erste, den ich mehrmals im Kino gesehen habe, anno Domini 1987. Jaha, Kinder, im Kino!)

 

 

Freitag, 6. März 2009

Da ich ja jeden Quatsch mitmachen muss, und sei er noch so sinnlos, habe ich mich nun bei diversen Services angemeldet, die sogenannte Social Bookmarks verwalten helfen. Der sittliche Nährwert, anderen Menschen auf einem Haufen zu zeigen, welche Internetadressen man sich nicht merken kann, erschließt sich einem nicht unmittelbar. In der guten alten Zeit gab es zu diesem Zwecke auf jeder Homepage entsprechende Links-Seiten, das funktionierte genauso gut und war vielleicht sogar einen Tacken persönlicher.

 

Doch für Klicks tue ich ja alles, denn es gibt bestimmt gutes Googlekarma, wenn einen möglichst viele hin und her verlinken. Damit dies auch simpel auf einen Klick klappt, prangen seit heute recht viele 16×16 Pixel große Icons als buntes Gestaltungselement unten auf diesen Seiten. Ich hab für jeden Bookmark-Service, den ich finden konnte, einen Button hingepappt. Greifen Sie zu, Herrschaften, es müsste für jeden etwas dabei sein:

 

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: BoniTrust Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Kledy.de Bookmark bei: Publishr Bookmark bei: Power Oldie Bookmark bei: Bookmarks.cc Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Bookmarks.at Bookmark bei: Newsider Bookmark bei: Linksilo Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg
Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Jumptags Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: Slashdot Bookmark bei: Propeller Bookmark bei: Furl Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Spurl Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Blogmarks Bookmark bei: Diigo Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Newsvine Bookmark bei: Blinkbits Bookmark bei: Netvouz Bookmark bei: alltagz

 

(Und diese Bildchen bleiben solange da stehen, bis die Anbieter einander gegenseitig aufgekauft haben und am Ende eh alles Microsoft, Apple oder Google gehört.)

 

 

mir nach! ich folge euch!Wo ich gerade bei der großen Datenpreisgabe war, habe ich mich denn auch mal bei Twitter.com angemeldet. In der Netzgemeinde zwitschert es aus allen Ecken, dies sei momentan das große Ding. Nun ja. Der tiefere Sinn von Twitter hat sich mir noch nicht offenbart. Irgendwelche Leute posten irgendwelche Ultrakurznachrichten über irgendwas munter da hinein und irgendwelche anderen Leute lesen das dann, halten es für wahr und sich für wahnsinnig hipp. Früher ist man dazu auf den Markt oder zum Friseur gegangen. Und damals war der Informationsgehalt des Geraunes verlässlicher.

 

 

Samstag, 7. März 2009

Von Marillion gibt es ein neues Werk, sogar zwei; ein Doppelalbum, beziehungsweise zwei parallel auf den Markt geschmissene CDs. Ja warum sagt mir das denn keiner?!

 

Marillion: Happiness is the Road Marrilion: Happiness is the road 1 Marillion: Happiness is the road 2

 

 

Genesis Box-Set 1970-1975Und auch von Genesis gibt es Neues, beziehungsweise gute alte Alben neu zu erleben:

Für das »Genesis Box-Set 1970-1975« wurden die Stücke nicht nur »remastered« – was immer das auch heißen mag –, sondern gleich komplett neu abgemischt. Und das hört man.

Das Set besteht aus den Alben »Trespass«, »Nursery Cryme«, »Foxtrot«, »Selling England by the Pound« und dem opulenten »The Lamb Lies Down on Broadway«, dessen wortwörtliche Übersetzung selbst mit Langens’cheidts großem Handwörterbuch an meiner Seite einst nicht gelungen ist, geschweige denn die Entschlüsselung der Bedeutung – Kenner wissen, was ich meine.

Natürlich besaß ich diese Werke längst auf anderen Medien: Als Original-MC, LP, CD sowie als MP3 auf HDD – der Trend geht zum n-ten Datenträger.

Die neue Abmischung hat es in sich: Man kann erstmals deutlich heraushören, wie (und was!) Peter singt, pfeift, schlägt und flötet, wie Tony klimpert, orgelt und mellotront, wie Mike zupft und streicht, Steve pickt und klampft und Phil trommelt und perkussiert – und sich für spätere Taten warmsingt.

Nun mag ein Purist sagen, so neu abgemischt sei das Werk nicht mehr das Original und »so vom Künstler nicht gewollt«. Nun, der Künstler hat sein Baby mit der Veröffentlichung in die Freiheit entlassen und kann nun nur noch beim Gedeihen zusehen und von Ferne winken, wenn er will. Hey, ich höre auf dem rechten Ohr schlechter als auf den linken – das ist vom Künstler sicher auch nicht so gewollt!

Außerdem ist das mit dem »Original« so eine Sache: Als ich die Alben Mitte der Achtziger kennenlernte, befanden sie sich auf dem damals gebräuchlichsten Medium: auf selbstkopierten C90-Cassetten, die ein Freund von einem Freund von einem Freund überspielt hatte. Mit der dafür typischen Eigenheit, dass sämtliche Knackser der Original-LP dokumentiert waren, dazu noch zunehmendes Rauschen von der wiederholten Taperei. Nicht zu vergessen, dass eine Kassettenseite exakt 45 Minuten fasste – LPs aber in den seltensten Fällen. Meistens waren sie kürzer oder länger. Also lautete die Alternative, spulen oder das verbleibende Band mit Bruchstücken des nächsten Albums füllen. (Leerband war nämlich wertvoll in jenen Tagen. Im Aldi verlangte man doch tatsächlich Geld für Kassetten! Und wir hatten ja nichts.)

Also besaß ich eine eigentümliche, verrauschte, ganz und gar nicht werkgetreue Zusammenstellung von Liedern, bei denen oft das Ende fehlte. Aber ich war glücklich!

 

Was für eine Offenbarung, als ich endlich die Original-Schallplatten auf den Plattenteller legen und die Lieder in der richtigen Reihenfolge – und vor allem vollständig! – anhören konnte. Nicht zu sprechen von den großformatigen, opulent gestalteten Covern, an denen man sich kaum sattsehen konnte. Ich war noch immer glücklich. Damals dachte ja auch noch niemand an den Segen der Digitaltechnik, wir waren im Mittelalter.

 

Eine weitere Offenbarung erfolgte dann, als ich die Musik auf CDs besaß und das Geknackse endlich ein Ende nahm. Über die Jahrzehnte hatte ich mich leider ein wenig sattgehört; irgendwann weiß man auch bei der komplexesten Musik, welcher Ton als nächstes folgt, digital hin oder her.

 

Daher nun Offenbarung No. 3: Nie gehörte Töne! Kristallklarer Sound! Transparentes Klangbild! Entstaubte Melodien! Differenzierte Instrumente! Gesangliche Feinheiten! Musik, die nicht mehr klingt wie aufgenommen in einem Pappkarton, in einem Pappkarton ausgelegt mit Teppich. Hinweg der trübe Schleier der Vergangenheit: Collins' Drums sumpfen nicht mehr stumpf, und sogar die Flitscher bei den Gitarrensoli sind nun hörbar. Nachdem ich schon in Panik war, der Taubheit anheimgefallen zu sein, rufen die neu kennengelernten alten Bekannten erneut eine Gänsehaut hervor.

 

Wie geil muss alles das erst klingen, wenn man eine SACD-fähige 5.1-Surroundsound-Anlage mit Panoramaklang hat!

 

Oder fünf Ohren.

 

 

Auf einschlägigen Internetforen wünschen sich viele Fans, dass die Herrschaften sich bitte nocheinmal zusammenfinden mögen, um ihr Œuvre zum Besten zu geben. Nun, ich bezweifle, dass die gereiften Herren – bis auf Hackett – es überhaupt noch aufführen könnten. Die Partituren sind ziemlich komplex, und – bei aller Liebe – Gabriel kommt garantiert nicht mehr so hoch.

Außerdem: Als vielseitig interessierter 59-Jähriger mit vollem Terminkalender und überquellender Kreativität wollte ich mich auch nicht mit den Jugendsünden meiner Schülerband beschäftigen. Nicht dass er sich komplett davon lossagte, aber: »Das ist wie mit den eigenen Kindern. Egal, wie weit man sich voneinander weg entwickelt, man liebt sie weiter … an einem guten Tag.«

 

 

Sonntag, 8. März 2009

Wer-kennt-wen.de birgt nach wie vor Überraschendes. So traf ich nun dort virtuell eine liebe alte Bekannte wieder, die vor fast 20 Jahren Teilnehmerin bei einer Kinderferienfreizeit im Schwarzwald war, während ich dort als Betreuer fungierte. Doch damit nicht genug: Wir stellten fest, dass sie bis vor kurzem sogar hier in Aachen gewohnt hat. Direkt in der Nachbarschaft, keine 100 Meter Luftlinie entfernt! Allerdings haben wir uns über zehn, fünfzehn Jahre nicht gesehen, in denen der Zahn der Zeit wohl kräftig genagt haben muss. Ich will nicht wissen, wie oft wir gemeinsam beim Bäcker angestanden haben, ohne uns gegenseitig zu erkennen.

 

 

Warum heißt es eigentlich Menopause? Eine Pause lässt erwarten, dass da später noch mal was käme. Tut es aber in der Regel nicht. Passender wäre der Ausdruck »Menosense«.

 

Soweit mein Beitrag zum heutigen Internationalen Frauentag.

 

 

Montag, 9. März 2009

Was die Technik im Jahre 2009 nicht alles zu leisten imstande ist! Seit heute kann Google-AdSense die Pfennigsbeträge auch in Euro-Cent ausweisen, nicht nur in Dollar. Klar, der steigt ja neuerdings auch wieder im Wert.

 

 

Immobil wie ich im Moment nun mal bin, habe ich letzte Woche die letzte archäologische Führung im Elisengarten verpasst. Nun befindet sich dort keine Ausgrabung mehr, sondern eher eine Zuschüttung.

 

Elisengarten Zuschüttung

 

 

Die Lebensmittelindustrie in ihrer überragenden Geschmacksicherheit ist auf Zack:

Nach Filet Wellington, Fürst-Pückler-Eis, Bismarck-Hering, Pizza Magherita, Bœuf Stroganow, Wodka Gorbatschow, Reaganwetter und Bushbränden gibt es jetzt bei Plus Obama-Finger! 440 Gramm panierte Hähnchenstreifen mit Currysauce, die man sich für 2,69 Euro in die Pfanne hauen kann. Yes, you can.

 

Obama Fingers

 

 

Dienstag, 10. März 2009

Ui, da war ich der sogenannten »Blogosphäre« mal voraus! Dort ist heute erst Obamas Fingerfood in aller Munde. Diese Marketingstrategie jedenfalls ist aufgegangen, ein schlichtes Gericht, aber man spricht darüber.

 

Wie widerlich die Vorstellung auch sein mag, die Finger anderer Länder Staatsoberhäupter zu knabbern, rassistisch, wie viele nun monieren, ist daran nichts. Im Gegenteil, das mit zerbröselten Cornflakes panierte, zarte Hähnchenbrustfilet mit fruchtigem Curry-Dip ist sogar recht lecker. Das einzige Unkorrekte an der Chose ist: Es waren elf Finger in der Packung!

 

5 Obama-Fingers

 

Und richtig schwarz werden sie sowieso nur, wenn man sie 30 Minuten lang brät …

 

 

Trommelwirbel: Auf den Tag genau heute vor zehn Jahren ging diese feine kleine, meine!, Homepage online!

Zum Vergleich: Google.com: September 1998; Blogger.com: August 1999; Wikipedia.org: Januar 2001; Youtube.com: Februar 2005; StudiVZ.net: November 2005. Strunz!

Damals funktionierte eine Homepage noch weitgehend mechanisch, mit Filzstift auf Butterbrotpapier durchgepaust und man musste alle halbe Stunde unter die Motorhaube des Servers klettern, die Pixel zurechtzurren und Links ins rechte Licht rücken:

 

The TL Pages 1999

 

 

Anfangs wurde sie noch als Sparvariante bei AOL unter der nur umständlich weiterzugebenden Adresse members.aol.com/tlangens gehostet. Erst im Jahr darauf buchte ich den Webspace und die heutige Domain www.Thomas-Langens.de.

 

(Und gut so: Spätestens letzten Oktober hätte AOL mich und alle anderen Seitenbetreiber vom Server gekegelt. Der Kundschaft tat man das nicht kund, sondern schaltete beim Aufruf einer dieser Seiten den schlichten Hinweis: »Hometown Has Been Shutdown Permanently« – selbstverständlich erst nach dem Löschen aller Inhalte!)

 

 

Mittwoch, 11. März 2009

Wie schön könnte die Welt doch sein, wenn nicht immer mal wieder jemand Amok laufen würde.

 

Und wie abwechslungsreich wäre es, wenn viele Medien Journalismus einmal nicht mit Voyeurismus verwechselten und verantwortungsbewusst oder gar pietätvoll über solch eine Tat berichteten. Reporter, die eilends vor Ort geschickt wurden, könnten zum Beispiel Menschen, die gerade Angehörige oder Freunde verloren haben und noch unter Schock stehen, einmal keine Mikrophone ins Gesicht halten, sensationsheischend auf der Jagd nach einem exklusiven Statement.

 

Ich vermute, dass es in vielen Redaktionsstuben eine Schublade mit der Aufschrift »Die schönsten Amokläufe der letzten 20 Jahre« gibt, in der wild gekramt wird, wenn wieder etwas Schreckliches passiert ist. Deren Inventar wird in wohligem Schauer wieder und wieder präsentiert und um einen frischen Eintrag ergänzt, auf dass der Ruhm der schauerlichen Taten auf ewig währe. Der Killer war ein armes Würstchen und wollte Aufmerksamkeit? – Bitteschön, jetzt hat er sie. Ich wette, dass in allernächster Zeit auch Leitmedien den aktuellen Täter prominent im Blatt plazieren und dadurch zum dunklen Helden stilisieren werden – so dass ideenlose Nachahmer auch ja ein faszinierendes Vorbild finden.

 

Man könnte es auch – nur rein hypothetisch – in einer eilig zusammengestoppelten Sondersendung einfach mal unterlassen, live in den Gedenkgottesdienst zu schalten, um doch nur mit der schlichten Neuigkeit aufzuwarten, dass mehr Leute reinwollen als reinpassen.

 

 

Und wie schön wäre es, wenn einschlägig bekannte Politiker in ihrem fatalen Hang zu schlichten Lösungen für komplexe Probleme einfach mal angemessen reagieren würden. Angesichts der frischen Schrecklichkeit sind Hilflosigkeit und emotionale Reaktionen verständlich, dennoch darf ich von Profis Besonnenheit erwarten.

Und nicht kopflose Forderungen nach Konsequenzen wie der, Schulen zu Sicherheitszonen aufzurüsten, Körperscanner zu installieren und Security-Personal aufzustellen. Wenn wirklich jemand blutdürstig ausrasten will, tut er das trotzdem. Und der Wachmann wäre sein erstes Opfer.

 

Auch das reflexhaft geforderte Verbot von »Killerspielen« kann keiner mehr hören. Zahlreiche Studien widerlegen mittlerweile deren auslösenden Einfluss. Und die Zahlen sprechen ohnehin dagegen: Das böse Counterstrike zum Beispiel wurde mehr als 10 Millionen Mal verkauft – warum gibt es dann nicht mehr Amokläufe?

 

Wenn schon, dann sollte man grundsätzlicher der zunehmenden Verrohung der Gesellschaft Einhalt gebieten: In Kinofilmen, Fernsehserien, Comics, Nachrichten-Sendungen und nicht zuletzt Berichten über Amokläufe wird man ständig mit Tod und Sterben konfrontiert. Dennoch erlebt man es nur aus sicherer Distanz: Tod findet im Fernsehen statt.

 

Eine Verschärfung des Waffenrechts wird auch immer wieder gerne gefordert. (Warum auch nicht? In unseren Breiten braucht außer Polizisten, Förstern und Jägern eigentlich niemand eine Waffe.) Nach dem letzten Mal ist das sogar geschehen; bringen tut so etwas jedoch wenig, wenn sich keiner dran hält. Irgendein Schlaumeier fand, Besitzer von Schusswaffen sollten dafür sorgen, dass »Nichtberechtigte keinen Zugang dazu« bekämen: Achtloses Rumliegenlassen von Schusswaffen und Munition ist zwar laut Gesetz bereits längst verboten, aber jetzt erst recht!

 

Vielleicht sollte man den Erwerb eines Waffenscheins um eine härtere psychologische Prüfung ergänzen. Mich würden speziell die Erziehungsziele eines Waffennarren interessieren, der 15 Wummen und stapelweise Munition zuhause im Schrank hat

 

Besonders ehrlich wäre es, wenn sich einmal nur ein Verantwortlicher hinstellen und freimütig zugeben würde: »Ja, es gibt Amokläufe, es wird sie immer geben – und wir können nicht viel dagegen tun!« Denn es gibt kein Allheilmittel. (Auch wenn es zynisch klingen sollte – und das tut es: Soviele Amokläufe gibt es gar nicht.)

 

Wenn man hingegen wirklich etwas erreichen will, gäbe es andere Maßnahmen. Die kosten allerdings Geld. Aber nachdem sich herausgestellt hat, dass etliche Milliarden für Banken und alte Autos zur Verfügung stehen, dürften ein paar Milliönchen für Bildung und das Drumherum wohl kaum ein Problem sein!

 

Man muss ansetzen bei der simplen Erkenntnis: Wer glücklich, integriert, akzeptiert und psychisch gesund ist, braucht nicht amokzulaufen. Also muss für Lust am Leben gesorgt werden. Damit würde man nebenbei auch anderes, häufigeres, Leid lindern: Burn-out, Selbstverstümmelung, Bulimie und Suizide.

 

Das können nicht allein die Lehrer leisten. Deren vornehmliche Aufgabe ist es, zu unterrichten; das wird manchmal vergessen. Man kann 30 Schüler pro Klasse, die auch noch oft wechselt, nicht gleichzeitig durch den dichtgepackten Lehrplan peitschen und dann en passant deren soziale Probleme lösen. Lehrer können hinschauen, etwas sagen und Fachleute einschalten. Hey, für den Preis eines Ganztags-Wachmanns ist auch schon ein Halbtags-Sozialarbeiter zu haben!

 

Man sollte auch den sozialen Druck durch die Mitschüler nicht unterschätzen. Man kann mit denen Glück haben, man kann aber auch Pech haben. Kinder können grausam sein. Und mobbende Mitschüler siebt kein Scanner am Schultor aus. Daher wäre ich auch sehr vorsichtig bei der flächendeckenden Einrichtung der vermeintlich alleinseligmachenden Ganztagsschulen: Von früh bis spät inmitten der gehässigen Peer-Gruppe entkommt ein Schwacher deren Treiben nicht.

 

 

Donnerstag, 12. März 2009

Bei Lindt will man die »Nuss-Genuss-Range« erweitern. (Range ist übrigens englisch, wird <räihndsch> ausgesprochen und bedeutet soviel wie Angebot, Palette oder Sortiment.) Es gab dort heute »krokantierte Cashewnüsse mit Meersalz verfeinert«, »krokantierte Pecannüsse mit Honig veredelt« und »krokantierte Haselnüsse geröstet in Gianduja-Schokolade« zu probieren – Volltreffer!

 

Liegt es am Alter: Ich mache mir gar nicht mehr so viel aus Schoki wie früher. Vor 20 Jahren bekam ich zum achtzehnten Geburtstag 18 Tafeln Milka geschenkt – die haben nicht lange überlebt. Heute reicht mir eigentlich schon die Schokolade aus den Verkostungen zum Glücklichsein. Mit den Gratistüten als Entlohnung mache ich eher die Menschen in meiner näheren Umgebung glücklich.

 

 

Freitag, 13. März 2009

Wie es sich für eine anständige Tradition (3 ×) gehört, waren wir heute wieder auf der Euregio-Wirtschaftsschau, trotz Humpelbeins. Wir waren allerdings eher Sehleute als Kaufleute, weil ich mich bereits bei früherer Gelegenheit mit aller nötigen Küchenpornographie ausstaffiert habe.

Die meisten Verkäufer waren wie stets nervig und versuchten einen, noch bevor man ansatzweise das feilgebotene Sortiment überschaut hatte, für den Erwerb desselben zu keilen. Der netten Ausstellerin beim Klein-Küchentechnik-Stand versicherte ich jedoch, dass ich meine letztes Jahr dortselbst erstandene NOWO-Titaniumpfanne niiie mehr hergeben möchte!

 

Euregio-Wirtschaftsschau 2009

 

 

Eine ganz andere Messe findet im fernen Nürnberg statt, die Waffenmesse IWA. In diesen Tagen ein gewagtes Unterfangen, möchte man meinen … Aber die Büchsenmacher und Waffenhändler handeln ja verantwortungsbewusst und greifen zu effizienten Mitteln: Sie flaggen auf halbmast … Und nächstes Jahr schon soll der Zutritt zur Messe für Minderjährige verboten werden!

 

 

Außerdem findet in Leipzig die – welche wohl? – Leipziger Buchmesse statt. Statt bedrucktem Papier habe ich davon nur das mit Spannung erwartete Digitale Buch wahrgenommen, von Sony emporkömmlich beworben als »Buch der Bücher«. Das Buch der Bücher?! Ich entsinne mich dunkel, das war früher mal ein anderes …

 

Das Buch der Bücher

 

 

Samstag, 14. März 2009

Alles Gute zum Geburtstag, amtierende Lieblingsnichte!

 

1. Geburtstag

 

 

Montag, 16. März 2009

Experten raten dazu, regelmäßig die Kontoauszüge zu kontrollieren, es seien ja immer mehr Abzocker online unterwegs, hört man. Und tatsächlich, heute, zum »gesetzlichen Fälligkeitszeitpunkt in der Mitte eines Dreimonatszeitraums«, hat die GEZ per Lastschrift die GEZ-Gebühr eingezogen:

Die Gebühr für »Fernsehgerät, Radio und neuartiges Rundfunkgerät« betrage seit Januar 17,98 Euro im Monat, wie man mich per Bankstatement knapp informierte. Das erscheint auf den ersten Blick nett, soll aber wohl von der Tatsache ablenken, dass drei mal 17,98 € gleich 53,94 Euro sind – und nicht 54,89 Euro, die man mir tatsächlich von Konto abgezogen hat!

 

 

Nachdem ich mich hier tüchtig echauffiert, verbos den gesamten Tatbestand aufgeschrieben und mich darüber geärgert hatte, dass ein Beschwerdebrief fast soviel Porto kosten würde wie der Fehlbetrag, habe ich auf der Homepage der Gebühreneinzugszentrale herausgefunden, dass sie im Januar zuwenig eingezogen hatte und die 95 Cent zuviel nun die Differenz seien. Das trägt nicht unbedingt zum Imagegewinn dieses Ladens bei, Leute!

 

Humor hat man dort immerhin: In der Service-Navigation der GEZ-Website gibt es den Punkt »Weiterempfehlen«

 

 

Aus gegebenem Anlass ein Wort zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der sich in diesen Tagen sein eigenes Grab schaufelt: Es gibt derzeit kaum eine Sendung in TV oder Radio, in der nicht darauf hingewiesen würde: »Weitere Informationen gibt es auf unserer Homepage unter www.…« – Wozu strahlen die eigentlich überhaupt noch ein Programm aus? Wenn etwas wichtig ist, sollen sie es bitte gleich sagen. Wenn es das nicht ist, kann ich es mir auch selbst zusammengoogeln – und die dämliche GEZ-Gebühr sparen.

 

 

Dienstag, 17. März 2009

Mein teuflischer Plan, arglose Besucher zwecks Trafficgenerierung auf diese, meine Homepage zu lotsen, scheint aufzugehen, gnihähähach. Wildes Rumgeklicke auf andererleuts Community-Profilen führt tatsächlich dazu, dass diese sich bemüßigt fühlen, neugierig nachzuschauen, welcher Depp sie denn da angeklickt habe. Wenn ich mal kurz vorstellen darf: Dieser Depp bin ich!

 

Dass das Kochbuch stark frequentiert wird, ist seit geraumer Zeit bekannt; schön dass das Diario nun auch viele neue Leserinnen und Leser findet: Herzlich willkommen, macht’s Euch bequem und nehmt Euch einen Keks!

 

Leider macht sich das Gewimmel auf meinen Seiten nicht unbedingt auch in mehr Klicks auf die Werbefensterchen bemerkbar. Nur ungefähr jeder hundertste Seitenaufruf führt zu einem Klick, der wiederum gerademal Pfennigsbeträge an Einnahmen bringt. Der Pfennig! Wissen noch alle, was das ist? So sah er aus:

 

1 Pfennig = 1 halber Cent

 

 

Wie herrlich wäre es doch, wenn jede Stammleserin und jeder Stammleser sich hin und wieder – sagen wir: einmal am Tag – aus echtem Interesse zu einem Aufruf einer der allgegenwärtigen Anzeigen hinreißen lassen könnte! (Es gibt ja noch den Zurück-Knopf da oben links, zwinker, zwinker!!!)

 

Hinzu kommt, dass der genaue Verdienst sehr unterschiedlich ausfällt: Reklame zum Thema Mundgeruch und Diäten ist sehr viel geringer dotiert als solche für Luxusmarken wie zum Beispiel Chanel, Cartier, Dolce & Gabbana, Tommy Hilfiger, Hermès, Gucci, Rolex, Hennessey, Moët et Chandon, Louis Vuitton, Fendi, Prada oder Giorgio Armani.

 

 

 

 

Da die eingeblendeten Anzeigen jeweils abhängig sind vom Kontext, könnte man – wenn man perfide und durchtrieben genug wäre – eine »Honigfalle« aufstellen und den umgebenden Text mit lauter Bezeichnungen von Luxusgütern und Markennamen spicken, in der Hoffnung, dass höherwertige Anzeigen geschaltet würden und die geneigte Leserin sowie der geneigte Leser begierig interessiert darauf klickten. Wie gesagt, so etwas könnte man tun.

 

 

Der Preis für mehr Leben auf dem Profil scheint allerdings zu sein, dass mein Gästebuch bei wer-kennt-wen.de nun mit einer Vielzahl von teils seitenlangen »Erwischt, du Spion … ich schreibe jetzt Schwachsinn«-Einträgen gespickt wird. (Was heißt hier Spion? Ich tarne mich doch gar nicht, ich lege es geradezu darauf an, gesehen zu werden!)

 

Wenn der Unsinn wenigstens selbstgeschrieben wäre! Über eine persönliche Nachricht freue ich mich jederzeit und antworte sogar. Auch lobhudelnde Kommentare zu den Photos sind immer wieder gern gesehen. Aber nein, ein jeder, der die Technik des Copy & Paste beherrscht, kopiert und kleistert mir die immer wieder gleichen Textbausteine ins Profil. Nebst neuerdings wieder angesagter ASCII-Art selbstverständlich.

 

 

ASCII-Art ist nicht bekannt? Ha, dann kann ich ja mal (wieder) zeigen, dass ich auch ein 1a Schulmeisterlein abgeben würde: ASCII-Art sind Buchstabenbilder. In dieser Kunstrichtung aus der seligen Zeit der Neun-Nadel-Drucker fertigt man Bilder an, indem man die Grauwerte der Vorlage mit den 128 Zeichen des ASCII-Zeichensatzes nachbildet. Wichtig ist, dass das Ganze in nichtproportionaler Schrift geschieht, dass also jeder Buchstabe wie bei Schreibmaschinenschrift die gleiche Breite hat, sonst verschieben sich die Zeilen. Aber was red ich – so sieht’s aus:

 

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Das ist jetzt ein etwas anspruchsvolleres Motiv. Mit leicht zugekniffenen Augen kann man sogar ansatzweise ein bisschen was erkennen. Das Originalbild sah so aus:

 

TL

 

Bei der Auswahl der anzusurfenden Profile bin ich nicht allzu wählerisch. Meistens klicke ich der Reihe nach auf die Bildchen, die mir auf der Startseite unter dem Rubrum »Vielleicht kennst Du?« angeboten werden. So kommt Abwechslung in die zu dingende Besucherschar. Natürlich kenne ich die dort Angebotenen meistens nicht. Woher auch?

 

Man landet so durch Zufall auch schon mal bei interessanten Leuten. Außer kopierten GB-Einträgen erreichen mich mitunter Anfragen von einsamen Damen mit Anträgen auf eine Brieffreundschaft – oder eventuell mehr. Da muss ich leider abwinken: Zum einen bin ich versorgt, zum anderen wäre mir Jahrgang ’61 zu alt und Jahrgang ’91 zu jung.

 

Und 18-jährigen Mädels, die auf ihren Profilphotos mit Nimm-mich-Blick in Unterwäsche posen, gleichzeitig aber warnen, dass sie bi seien, ausschließlich auf Frauen stünden und sich strengstens dagegen verwahren, von Männern auch nur angeschaut zu werden, darf getrost misstraut werden: Der Fachausdruck dafür nennt sich Fake!

 

 

Mittwoch, 18. März 2009

Außer damit Peanuts zu verdienen, kann man mit Google auch sauberen Spaß haben. Gibt man ins Suchfeld der Bildersuche einfach Namen von Farben ein, dann füllt sich der Bildschirm weitgehend einfarbig, hellgelb, mittellila, feuerrot, giftgrün, tiefblau oder orange Google Mono-Chrome quasi:

 

Google Mono-Chrome

 

 

Nur bei pink sieht’s etwas anders aus:

 

P!INK

 

 

Donnerstag, 19. März 2009

Letzte Woche dachte ich schon, ich könne meine Krücke dauerhaft in die Ecke stellen. Allein, in den letzten Tagen war ich doch wieder sehr auf sie angewiesen. Besonders Treppen vermag ich ohne ihre tätige Mithilfe kaum zu erklimmen. Wollen wir mal hoffen, dass dieser Zustand nicht für die nächsten Jahre anhalten wird.

 

Das letzte Rezept meines Orthopäden lautete auf »6 × Bewegungsübungen im Thermalwasser und 6 × Fango mit klass. Massagen«. Das Angebot zum Plantschen im lauen Wasser werde ich nicht in Anspruch nehmen. Mir deucht, dass er das nur verschrieben hat, um irgendetwas zu verschreiben. (Erwähnte ich bereits, dass ich privat versichert bin? Dadurch keinem Budget unterworfen, allerdings Selbstzahler.) Diesen Verdacht erhärtet sein Statement: »Schließlich sind wir hier in einem Kurort!« Was er wohl getan hätte, wenn wir uns nicht in Bad Aachen befänden, sondern in Bitterfeld?

 

Der tiefere Sinn des Wasserballetts erscheint mir schleierhaft und der Weg ins Thermalbad eindeutig zu lästig. Nach ÖPNV und Fußweg hin und zurück bliebe die Ausbeute an Erholung, Linderung oder gar Heilung wohl dürftig. Außerdem hasse ich feuchtwarme Atmosphäre.

 

Die Fango-Massagen sind auch in meiner normalen Physiotherapiepraxis möglich. Man wird dazu nämlich nicht, wie ich ursprünglich dachte, bis zum Hals in einen Bottich mit schwarzem Schlamm gesteckt und dann ordentlich durchgewalkt, sondern bekommt vielmehr flache Fango-Platten aufgelegt und wird mit Wärmekissen gut eingemummelt. Und dann wird man ordentlich durchgewalkt.

 

 

Bei Lindt gab's heute: »Ganze Mandel geröstet in Mandelcrème«, »Macadamia kandiert in Macadamia-Crème« und »Pistazie geröstet in Pistazien-Crème«. Es wird immer besser!

 

 

Abends erwartete den öffentlich-rechtlichen Kabarettfreund der umlackierte Scheibenwischer namens Scheibenkleister, äh Satiregipfel. Eine komplette Rezension muss ich schuldig bleiben, denn ihn komplett anzusehen, konnte ich nicht ertragen.

 

Gewiss, wir leben in Zeiten, in denen Kabarettisten es nicht leicht haben. Die Politik ist zu einer Parodie ihrerselbst verkommen und Realsatire quillt aus allen Fugen. Aber ein bisschen mehr als das Gezeigte geht schon noch. Wenn Zappelmattes Richling sich wenigstens eine Perücke im Cäsarenstil aufgesetzt und den Bruno Jonas gegeben hätte, wie er sich von Hänger zu Hänger hangelt, wäre die Sendung bestimmt erhellender und unterhaltender geworden.

 

Aber nein, er hat den seit seligen Formel-Eins-Tagen schon nicht mehr überzeugenden Ingolf »ichmeinichmeinichmein« Lück zu sich ins sinkende Schiff geholt. In der Dialogszene, in der alle möglichen aktuellen Themen durchgehechelt wurden, wirkten beide mit ihrem Getottel und Gestotter wie zwei ADHS-kranke Kolibris auf Speed. Tempo ist nicht gleich Timing!

 

Sehr viel unterhaltsamer war das verbale Scharmützel, das sich Richling und Altmeister Hildebrandt in den letzten Tagen per Presse lieferten. Einen Satirezipfel hat in dieser Sendung jedenfalls keiner zu fassen bekommen. Zum Glück kann man sich ja zehnmal im Jahr in die Anstalt einweisen lassen.

 

 

Freitag, 20. März 2009

Na, gemerkt? 12:43 Uhr, die Erde neigt sich ein klein wenig weiter zur Seite, die nördliche Hemisphäre kippt gen Sonne: Der Frühling ist da!

 

 

Samstag, 21. März 2009

BauhausAlles Gute zum 90sten Geburtstag, Bauhaus Dessau!

Hab ich gerade Bauhaus geschrieben? Um Ausgewogenheit bemüht möchte ich feststellen, dass die weniger bekannten avantgardistischen Kunstschulen Hornbach, Obi, Praktiker, Max Bahr, Toom und Hagebau auch nicht schlecht sind …

 

 

 

»Wenn Sie Unterhaltungsmusik machen wollen, bitteschön! Aber Sie werden schon sehen, wo das hinführt. Da sitzen Sie eines Tages in der Provinz und spielen Bach!« Genau das war heute der Fall. Erneut frönten wir E-Musik und wohnten in der St.-Franziskus-Kirche der »Matthäuspassion« von Johann Sebastian Gummersbach bei.

 

Dieser barocke Meilenstein der Tonsetzkunst ist in Noten manifestiertes Leiden, zumal, wenn man mit aua Bein und Hüfte im Auditorium auf kargen Kirchenbänken hockt.

 

Dem bei Wikipedia abgeschriebenen Programm entnahm ich vor dem ersten Takt, dass dies Werk – aufgeführt gemäß historischer Aufführungspraxis ohne Vibrato und auf alten Instrumenten – mit knapp drei Stunden Dauer Bachs umfangreichstes sei. Jesses! Die Passion stelle zweifelsfrei einen Höhepunkt seines Schaffens dar. Wir hatten Glück, die Aufführung beanspruchte letztendlich nur zweidreiviertel Stunden … Und um wieviel authentischer kommt sie rüber, wenn das Auditorium auch etwas leidet.

 

Das überwiegend melatenblonde Publikum selbst war allerdings auch Anlass zu mancherlei Leiden. An Husten als allgemeine Lebensäußerung man hat sich inzwischen gewöhnt. Jedermann weiß: Bei nahendem Hustenreiz gehe der Mensch ins nächstgelegene Konzert …

 

Aber wie erwachsene, eintrittzahlende Menschen unfähig sein können, eine gewisse Zeit lang still zu sitzen und der Darbietung zu lauschen, ohne mit den Füßen auf dem Steinboden scharren zu müssen, wie Hühner nach acht Jahren in der Legebatterie!

 

Vielleicht war es dem Altersdurchschnitt von geschätzt 75 Jahren geschuldet. (Ich war unter den fünf Jüngsten im Saal.) Jedenfalls gab es zwischendrin nur eine fünfminütige Thrombosepause.

 

Generationenübergreifend dämlich jedoch war, im 24-seitigen Textheftchen mitlesen und jeweils höchst geräuschvoll umblättern zu müssen. Der gesungene und rezitierte Text war sehr gut zu verstehen. Außerdem sollte die Handlung seit gut 1.976 Jahren bekannt sein.

 

"Matthäuspassion" von Johann Sebastian Gummersbach

 

 

Das erinnert mich an diese eine Anekdote, in der die Enkelin mit ihrer Großmutter die Ostergeschichte in der Kinderbibel liest und sie beruhigt: »Du musst keine Angst haben, Oma, das geht gut aus!«

 

 

Sonntag, 22. März 2009

Manchmal in diesen Tagen wünschte ich, ich sei Professor Simon Wright aus der ersten und einzigen Anime-Serie meiner Jugend, »Captain Future«. (Für Kultferne oder Vergessliche: Das war der Wissenschaftler, der aufgrund einer Krankheit nur mehr als Gehirn in einem fliegenden Spezialbehälter durch die Gegend schwebte.)

 

Aber wie gesagt nur manchmal!

 

 

Ich freue mich jedenfalls immer, wenn es wieder Morgen wird. Erstens geht die Sonne jeden Tag aufs Neue auf und zweitens gibt's morgens immer eine Ladung frischer Medis und ein heißes Wärme-Pad ins Kreuz.

 

 

Montag, 23. März 2009

Die Woche fing gut an …: Überraschend und herzlich willkommen, Ingmar!

 

 

Setzt ihm doch gleich ein Denkmal, verdammtnochmal!Wette gewonnen: Titelbild und zwölf Seiten im »Spiegel«. Setzt ihm doch gleich ein Denkmal, verdammtnochmal!

Dienstag, 24. März 2009

Alles Gute zum Geburtstag, Henrik!

 

 

Finanzminister Steinbrück – der von der berühmten Peer-Gruppe … – hat irgendetwas verwechselt. Wir haben zwar 2009 neben dem Darwin-Jahr, dem Schiller-Jahr und dem Haydn-Jahr wegen des 250. Todestages von Georg Friedrich auch das Händel-Jahr. Das ist aber noch kein Grund, sich auf Händel mit der Schweiz einzulassen! (Boah, die Wortspielkasse platzt heute noch!)

 

Die Schweizer verloren ihre helvetische Contenance wegen seiner Aussagen im Zusammenhang mit dem Schweizer Bankgeheimnis. Wie, auf Schweizer Nummernkonten wird Geld geparkt?! Nee, echt jetzt, wirklich?!

 

Auf jeden Fall würde ich mich nicht mit denen anlegen, sie könnten scharfe Waffen einsetzen. Nein, nicht die Schweizer Garde schicken, nicht die Schweizer Flotte Kurs auf Berlin nehmen lassen, nicht die deutsche Sprache verhunzen: Sie könnten uns in den Rhein pinkeln!

 

Doch vor dem Florett kommt der Holzhammer: Ein Schweizer Abgeordneter griff bereits zum stets beliebten Nazivergleich: Immerhin ist Steinie ja Deutscher. Also: Er fühle sich »an jene Generation von Deutschen, die vor 60 Jahren mit Ledermantel, Stiefel und Armbinde durch die Gassen gegangen sind«, erinnert.

Mathematische oder geschichtliche Wissenslücke?! Ich kann mich lebhaft daran erinnern: 1949 schritten von »dieser Sorte« nicht mehr viele durch die eidgenössischen Gassen. Und wenn, waren sie höchstens auf der Suche nach gebunkertem Nazigold …

 

 

Mittwoch, 25. März 2009

Herzlichen Glückwunsch zum Grimme-Preis, Johannes SchlüterExterner Link!

 

 

Donnerstag, 26. März 2009

Das eigentlich unfassbare »Phantom von Heilbronn«, das auf seiner kriminellen Tournee durch halb Europa auch in Gerolstein gastierte, ist nun doch gefasst. Das Phantom ist tatsächlich nur ein Phantom! Die uwPExterner Link ist nicht von Pappe. Sondern aus Watte. So sieht sie aus:

 

Phantom von Heilbronn

 

Bei zukünftigen kriminalistischen Untersuchungen wird man beim Abstrichemachen wohl Abstriche machen müssen …

 

 

Die rechtliche Verbindlichkeit des Rauchverbots im öffentlichen Raum – ja, des Rauchverbots, das gibt's noch! – erscheint mir schleierhaft. Man möchte nicht meinen, dass man sich in Deutschland befindet. Sind andere Ordnungswidrigkeiten nun auch Auslegungssache? Dann viel Spaß im Straßenverkehr! Dabei ist Nichtraucherschutz mittlerweile sogar von den meisten Rauchern akzeptiert.

 

In meiner Lieblingspinte kam man nun zu dem salomonischen Ratschluss, das Rauchen ab 22 Uhr wieder zuzulassen. Als ob der Rauch dann weniger giftig wäre und die Klamotten anderntags weniger stänken. Immerhin kommt man so dann nicht zu spät wieder Heim zu Frau und Kind.

 

Die Durchsetzung des Rauchverbots im Louisiana in der Elisengalerie ist besonders lächerlich: In der Einkaufspassage ist das Rauchen sowieso untersagt, in den nicht extra abgeteilten Räumen des Restaurants auch. Also sitzen die Gäste munter quarzend in der Galerie und nebeln die Passanten ein – doppelte Verneinung ist verstärkte Bejahung?!

 

 

Da schwärme ich dieser Tage noch nichtsahnend – und nun: † John Mayhew, dritter Drummer und erster Toter von Genesis.

 

 

Freitag, 27. März 2009

Alles Gute zum Geburtstag, Daniela!

 

 

Samstag, 28. März 2009

Ben FranklinHeute Nacht ist es wieder soweit: Hunderttausende werden durchmachen, um live dabei zu sein, wenn die Funkuhr einen tüchtigen Schubs aus Braunschweig kriegt.

Sorry, Ben Franklin, und möge mich der Blitz nicht treffen: Wenn es sie noch nicht gäbe, würde ich eine Initiative zur Abschaffung der SommerzeitExterner Link gründen, denn es ist wegen der ewigen Uhrenumstellerei nicht länger hell, sondern früher spät. Von mir aus könnte die geklaute Stunde auch auf ewig gestohlen bleiben. Hauptsache es bleibt mal so wie es ist. Wer jetzt einwendet, dass man die Gesellschaft nicht so einfach ändern könne, dem sei beschieden: Als damals die Sommerzeit eingeführt wurde, hat auch keiner die Gesellschaft gefragt. Das bisschen Energie, dass sich durch mehr Tagesslicht einsparen ließe, ist im Nu durch die Netzgeräte von Unterhaltungselektronik sonder Zahl verheizt. Und seien wir ehrlich: Heutzutage geht niemand mehr früher oder später zu Bett, nur weil es früher oder später dunkel wird.

Sowieso: Bei einer Sommerzeit, die den Namen verdiente, würden heute Nacht die Thermometer um 20 Grad vorgestellt!

 

 

Fast jede Angelegenheit auf der Welt lässt sich mittlerweile im Internet erledigen, das legale Glücksspiel aber nicht mehr (wir berichteten). Ab April dürfen auch vor dem Wirksamwerden des Verbots eingerichtete Lotto-Abos nicht mehr bestehen bleiben. Zum Zwecke des Verhinderns von Glücksspielssucht, wie es heißt.

Ich fand Online-Lotto ja ein probates Mittel eben nicht zu viel Geld zu verzocken: Durch das einmal abgeschlossene Abonnement hatte ich mich nicht weiter mit dem Thema beschäftigt und war – gegebenenfalls – angemailt worden, falls ich etwas gewonnen hätte. Überwiesen hätte Westlotto ebenfalls automatisch. Und selbst wenn mich eine Laune weinselig des Nachts zum Verspielen von Haus und Hof verführt hätte: Das wäre konsequenzenlos geblieben, weil ich zuvor ein Einsatz-Limit eingestellt hatte, das ich selbst nicht mehr hätte ändern können. Am Kiosk hält mich niemand zurück.

 

 

Sonntag, 29. März 2009

Außer an Pein im Bein leide ich derzeit noch an Backeritis. Dies ist zur Abwechslung mal eine erfreuliche Krankheit: In-der-Küche-Stehen und Teig-Rühren ist nämlich der ideale, schmerzlindernde Ausgleichssport zum Am-Computer-Sitzen sonst. Spaziergänge zur Entspannung fallen aus verständlichen Gründen zurzeit nämlich aus.

 

Nachdem sich der Kuchenbäcker Ned aus »Pushing Daisies« vorletzte Woche leider zur Ruhe gesetzt hat, trete ich seine würdeige Nachfolge an und lasse meiner Küche nun Backwerk sonder Zahl entfleuchen, an dem sich im ersten Grade Blutsverwandte delektieren können, bekannte Klassiker oder eigene Innovationen: Russischer Zupfkuchen, Linzer Torte, Kalter Hund und Tarta al limón. Heute gelang es mir, liebe Gäste per Sachertorte gen Aachen zu locken.

 

Russischer Zupfkuchen, Tarta al limón, Kalter Hund, Linzer Torte und Original-Sachertorte

 

 

Besonders stolz bin ich auf die Sambuca-Torte – eigene Kreation – und die Jamaica-Torte, Schokoteig mit Kokosfüllung. Diese gab es in den Achtzigern mal als Backmischung von Dr. Oe., aus unerfindlichen Gründen nun aber nicht mehr. Dabei war die echt lecker! Also hab ich das Rezept aus dem Gedächtnis nachempfunden – der Technikus sagt Reverse Engineering dazu –, und siehe da, sie ward gut.

 

Sambuca-Torte und Jamaica-Torte

 

 

Im Moment dokumentiere ich meine kulinarischen Werke für die Rezepte im Kochbuch recht diszipliniert, was von den sich an den Leckereien delektierenden Mitessern meist als anstrengend empfunden wird – weil alles, was auf meinem Teller landet, vor dem Vertilgen erst einmal nach nebenan getragen werden und auf meinem Tabletop – einem Mini-Photostudio für süße Models – abgelichtet werden muss.

 

Tabletop

 

 

Schniff-schniff-di-schneuf: Der Komponist Maurice Jarre ist gestorben.

 

 

Montag, 30. März 2009

Alles Gute zum Geburtstag, Jasmina!

 

 

Denial of Service: Seit heute können Abwrackwillige die »Umweltprämie« für ihre alte Schleuder nur noch im Internet beantragen, melden die Nachrichten allüberall. Allerdings sei der Server der zuständigen Behörde im Moment hoffnungslos überlastet. Und damit das auch so bleibe, sagen alle Sender die entsprechende Internatadresse sicherheitshalber nochmals durch: www.ump.bafa.deExterner Link … Attacke!

 

 

Dienstag, 31. März 2009

Wenn man übrigens eine schimmelnde Zitrone nicht sofort wegwirft, sondern tagelang ins rechte Licht rückt und photographiert, dann sieht das so aus:

 

Schimmelnde Zitrone

 

Mein ja nur …

 

 

Die ASEAG und das Straßenverkehrsamt führen zur Zeit gemeinsam eine Aktion durch, um die Aachener Luft sauberer zu bekommen: Autofahrer können ihren Führerschein gegen eine Monatskarte für den gesamten Verkehrsverbund eintauschen. Eine schöne Sache, möchte man meinen. (Speziell, wenn man ohnehin nicht selbst fahren kann …)

Der Tausch geht jedoch nur in den Amtsräumen des Straßenverkehrsamts zu dessen Öffnungszeiten mitten im Gewerbegebiet am Aachener Kreuz vonstatten. Und dahin fährt nunmal kaum ein Bus …

 

 

We’ve got to get in to get out

The Carpet Crawler

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